Neuigkeiten vom Bund

Hilfe nach dem Erdbeben in Izmir

Hilfe nach dem Erdbeben in Izmir

Am 30. Oktober erschütterte ein starkes Erdbeben die Ägäis. Mehr als 80 Menschen in Griechenland und der Türkei starben, mehr als 1.000 Menschen sind verletzt. Besonders betroffen war auch die türkische Stadt Izmir.

Nach dem Erdbeben in der Ägäis stürzten in der Stadt Izmir Gebäude ein oder wurden stark beschädigt. Etwa 3.000 Menschen sind in einem provisorischen Lager. EBM INTERNATIONAL hat Kontakt zu Ertan Cevik, dem Leiter der EBM-Arbeit in der Türkei. Er ist seit vielen Jahren in Izmir tätig und hat sich mit einem Team seiner Gemeinde bereits wenige Stunden nach dem Beben einen Überblick über die Lage verschafft und einige Hilfsmaßnahmen eingeleitet: Die Kirche in Izmir und das Gemeindegelände stehen Schutzsuchenden offen, Hygieneartikel, Decken, Mützen, Socken und Pflegeprodukte werden verteilt; Betroffene werden seelsorglich begleitet.

EBM INTERNATIONAL hat in Absprache mit der Katastrophenhilfe des BEFG in einem ersten Schritt 20.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Hilfsmaßnahmen zu unterstützen und die Betroffenen über die nächsten Tage mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Hilfe erfolgt vor Ort in guter Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde in Izmir, den lokalen Behörden und staatlichen Organisationen.

In den EBM-Geschichten vom Missionsfeld geht es diesmal auch um die Hilfe in Izmir.

Mit einer Spende an die Katastrophenhilfe kann die Hilfe nach dem Erdbeben in der Türkei unterstützt werden. Bitte klicken Sie dafür im Spendenformular Katastrophenfonds an und geben Sie darunter den Verwendungszweck „Izmir“ ein....

Verein für Freikirchenforschung: Neuer Vorstand gewählt

Verein für Freikirchenforschung: Neuer Vorstand gewählt

Der Verein für Freikirchenforschung hat auf seiner Mitgliederversammlung am 25. Oktober einen neuen Vorstand gewählt.

Erster Vorsitzender ist nun Dr. Andreas Liese vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), zweite Vorsitzende PD Dr. Astrid von Schlachta von der Arbeitsgemeinschaft mennonitischer Gemeinden (AMG). Dr. Astrid Nachtigall vom BEFG wurde für drei Jahre als Schatzmeisterin gewählt. Drei der bisherigen Mitglieder – Prof. Dr. Christoph Rädel, Dr. Tobias Jersak und PD Dr. Thomas Hahn-Bruckart –  kandidierten nicht mehr. Als Geschäftsführer wurde Pastor Reimer Dietze vom Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden (BfP) wiedergewählt. Dr. Liese dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für ihr bisheriges Engagement.

Als Aufgabe für den neuen Vorstand formulierte die Mitgliederversammlung, sich stärker um die Berücksichtigung der digitalen Möglichkeiten bei der zukünftigen Arbeit des Vereins zu kümmern.

Dies sei eine der Lehren, die aus der gegenwärtigen Corona-Pandemie zu ziehen seien. Die Mitgliederversammlung hätte ursprünglich in Verbindung mit der Jahrestagung im April durchgeführt werden sollen und musste aufgrund der Corona-Pandemie vertagt werden.

Vorgestellt wurde auch die Planung für die Jahrestagung 2021, die auf dem Campus des Theologischen Seminars in Erzhausen vom 23. bis zum 24. April unter dem Thema „Gemeinschaft der Gleichen oder hierarchische Struktur? Erfahrungen von Ohnmacht und Vollmacht in Freikirchen“ stattfinden soll.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Dr. von Schlachta, die auch 1. Vorsitzende des Vereins 500 Jahre Täuferbewegung ist, zum Thema „Erfahret oder prüfet alles und das Gute behaltet – 500 Jahre täuferische Gemeinden“. Als wesentliche Impulse aus der Geschichte der Täufer für die Gegenwart benannte sie Nonkonformität, Mündigkeit und die Erneuerung. In der anschließenden Diskussion zeigte sich eine große Unterstützung für das ökumenische Projekt „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525 – 2025“....

Die heilende Kraft der Vergebung

Die heilende Kraft der Vergebung

 „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ - so beten wir im Vaterunser. 

Gerade weil wir Christen uns selbst das Vergeben zur Aufgabe machen, schmerzt es umso mehr, dass manche tiefen Verletzungen einfach nicht heilen wollen, vergeben nicht gelingen mag. An dieser Stelle setzt die Vergebungsarbeit nach Dr. Konrad Stauss an. Die bunte Kraft des Herbstes, die Dynamik der Gruppe mit den Qualitäten von Mitgefühl, Solidarität und Zeugenschaft trugen mit dazu bei, dass sich für die Teilnehmenden die heilsame Kraft der Vergebung erschloss - in der Gnade Gottes. Sie folgten der Einladung, sich unter der Leitung von Beate Fritsch und Marita Meyer durch die sieben Phasen spirituell-therapeutischer Vergebungsarbeit der Bereitschaft zur Vergebung anzunähern:
- der eigenen „Wunde“, der seelischen Verletzung
- dem/der Anderen, dem/der vergeben werden soll
- sowie dem Thema „Schuld“
- und Gott, der uns die Wunde zugemutet, sie nicht verhindert hat.
Es war für alle berührend zu erleben, wie manches verhärtete Herz sich erweichte, wie das quälende Leiden an der Nicht-Vergebung losgelassen wurde, wie Mitgefühl wuchs und der eigene Blick barmherziger wurde. Manche Träne floss im abschließenden Vergebungsritual, wo in feierlicher Stimmung die Stationen abgeschritten werden, auf dem Boden durch Blätter markiert, die die Stationen des gegangenen Weges reflektieren bis hin zum Aussprechen der Vergebung vor sich selbst, vor uns als Zeugen und vor Gott. Wie wunderbar, die Wandlungen der Teilnehmenden erleben zu dürfen! In den Worten von Konrad Stauss: es öffnet sich ein „Heiliger Raum“. 

 

Teilnehmer berichteten....

„Es gibt ja viele Arten, Vergebung zu suchen und zu finden. Hier bei Euch so besonders und wichtig für mich war, dass ihr Zeugen wart für meinen Schmerz. Ich wurde darin bestätigt, dass er berechtigt war. Mein Leiden erhält dadurch Würde.“

Ich habe mir nicht vorstellen können, dass ich mich jemals in „meinen Täter“ hineinversetzen könnte! Aber plötzlich, irgendwie, ging’s. Hätte ich nie gedacht!“

„Ja, wahrscheinlich waren es die schlimmen Erlebnisse im Krieg, die meinen Vater seelisch so beschädigt hatten. Jetzt kann ich sein Verhalten mir gegenüber besser verstehen.“...

Durch Zeitung lesen auf Ideen kommen

Durch Zeitung lesen auf Ideen kommen

Wie findet eine Gemeinde ein förderungswürdiges Projekt? Dieser Frage ging der Arbeitskreis Fördermittel im BEFG mit über dreißig Interessierten aus verschiedenen Gemeinden nach.

Frank Fornacon, Pastor der EFG Kassel-West, Silke Tosch, Redakteurin DIE GEMEINDE, und Almut Siodlaczek, regionale Diakoniebeauftragte in Hessen, referierten in Kurzbeiträgen, wie eine Gemeinde ihr Projekt findet kann.

Die Stärken und Möglichkeiten der eigenen Gemeinde mit den Bedarfen der Umgebung zu verbinden sei der Weg, um diakonische Projekte zu entwickeln. Diese könnten dann mit Geld von externen Förderern unterstützt werden. Ideen, Informationen zu den Themen des Stadtteils und Auskunft über regionale Fördermittel fänden sich häufig im Lokalteil der Tageszeitung oder den Blättchen mit den Vereinsnachrichten.

Die Leitung einer Gemeinde sollte dabei mutig vorangehen. Gleichzeitig müsse sie gut abwägen, was für die eigene Gemeinde passt und an etwas anknüpfen, das schon da ist. Ein abgelehnter Förderantrag müsse dabei kein Missgeschick sein. Er könnte als Hinweis verstanden werden, um konkreter und anschaulicher zu formulieren, damit ein potenzieller Förderer den Nutzen des Projekts erkennt.

Maria Hofmeister vom Bundes-GJW ergänzte das Thema Fördermittel durch Tipps für die Abrechnung und den Verwendungsnachweis. Erstmals in der Reihe der Kurzreferate war Roland Schütter aus der EFG Neu-Ulm, der von den diakonischen Projekten seiner Gemeinde berichtete und welche Förderer dabei finanziell unterstützt haben, um die baulichen Voraussetzungen zu schaffen.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand das Forum im Onlineformat an einem Abend unter der Leitung von Gaby Löding, Referentin für gemeindenahe Diakonie, statt. Mit Kleingruppen, der Möglichkeit zu den einzelnen Themen Erfahrungen auszutauschen und Literaturtipps war dies wieder ein anregendes Treffen, das Mitarbeitende mit und ohne Erfahrung zu diesem Thema versammelte.

Der nächste Termin für das Forum Fördermittel online ist am 12. November mit Jacqueline Hennig, Referatsleitung Soziallotterien/Drittmittelberatung der Diakonie Deutschland. Sie wird die Soziallotterien und ihre Förderungsbedingungen darstellen. Konkret soll es um eine Projektidee aus einer Gemeinde des Bundes gehen. Hierzu können Gemeinden ihre Idee  oder Projektskizze an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken oder bis Ende Oktober an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. ...

Dr. Günter Wieske gestorben

Dr. Günter Wieske gestorben

Pastor Dr. Günter Wieske ist in der Nacht auf den 20. Oktober verstorben. Am 23. August wurde er 95 Jahre alt.

In den Jahren seines Dienstes war er unter anderem von 1953 bis 1958 Lehrer am Jugendseminar, von 1955 bis 1958 Jugendsekretär der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF), im Missionsdienst in Norwegen und von 1974 bis 1988 Referent der Bundesheimatmission. In seinem Ruhestand schrieb er Bücher und bis zuletzt Gedichte. In einem Nachruf würdigt Präsidiumsmitglied Pastor Dirk Zimmer Wieskes Dienst in Mission und Ökumene.
„Günter Wieske lag das Wort Gottes und seine Verkündigung stets am Herzen“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba. „Wir sind dankbar für ihn und sein Wirken in unserer Bundesgemeinschaft und darüber hinaus. Für seine Familie erbitten wir in dieser Zeit des Abschiednehmens, dass Gott, der Herr, ihnen spürbar nahe ist und seinen tiefen Frieden und reichen Segen schenkt.“
Die Beisetzung fand im Rahmen der Familie am 26. Oktober statt. Eine Gedenkfeier wird es am 31. Oktober um 14 Uhr in der Christuskirche Heiligenstadt, Familienzentrum 6, 91332 Heiligenstadt i.OFr. geben.
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2. Kursblock Seelsorge Beratung des Kurses 2019/2021

2. Kursblock Seelsorge Beratung des Kurses 2019/2021

Nachdem im Frühjahr die zweite Kurswoche im Begegnungszentrum Weltersbach ausfallen musste, konnte sie nun Ende September stattfinden. Damit liegt die Hälfte des Kurses schon hinter mir und ich freue mich, dass ich als Teil meines Anfangsdienstes daran teilnehmen darf. Mir war es von Beginn meines pastoralen Dienstes an wichtig, Seelsorge nicht nur theoretisch im Studium gelernt zu haben, sondern mich selbst in meiner Rolle als Seelsorgerin in der Praxis mit meiner eigenen Persönlichkeit zu reflektieren. Der Kurs bietet Raum dafür, eigene Seelsorgegespräche durch Gesprächsprotokolle zu besprechen und in der Gruppe zu lernen, die Gefühle meines Gegenübers und meine eigenen Gefühle besser wahrzunehmen. Ein weiterer Teil des Kurses sind Theorieeinheiten, die mir Hintergrundinformationen für seelsorgerliche Fragestellungen meiner aktuellen Praxis geben. Der Kurs hilft mir in konkreten seelsorgerlichen Situationen weiter, weil meine Wahrnehmung geschult wird, weil meine Gesprächsführung klarer und zielgerichteter wird und weil ich die Dynamiken zwischenmenschlicher Beziehungen besser zu verstehen lerne....

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